Bundesland Franken

Einleitung

1806 zerstörten Napoleon, der damalige fränzösische Besatzer Deutschlands, und seine deutschen Vasallen, u.a. die bayerischen Wittelsbacher, mit der Abschaffung der Reichskreise die politische Geschlossenheit und Eigenständigkeit Frankens und anderer ethnisch-kulturell zusammengehöriger Regionen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzen die westlichen Siegermächte im Prinzip deutschlandweit diesen Trend noch weiter fort. Seitdem gibt es vor allem unter den Franken im Freistaat Bayern föderalistische Bestrebungen, sich wieder von Bayern zu lösen.

Diskussionsgrundlage

Diskussionsgrundlage

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Neugliederung der Bundesländer

Wir sehen die Neugliederung der Bundesländer als Vorbereitung auf ein Europa der Regionen. Die rechtliche Grundlage und Möglichkeit dazu bietet Artikel 29 des Grundgesetzes.
• Unsere Forderung: Die Bundesrepublik Deutschland muss sich von sich aus durch die Durchführung der bereits seit 1949 ausstehenden Neugliederung der Bundesländer optimal auf ein Europa der Regionen vorbereiten.

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Was spräche für einen Verbleib beim Freistaat Thüringen?

Sonneberg und das ursprüngliche Hildburghausen, welche erst 1680 von Coburg getrennt wurden, kamen zwar auf Grund einer Mitgift und einer Erbschaft bereits 1353 bzw. 1374 zu Sachsen, und so dann 1920 erstmals zu Thüringen, zum damals frisch gegründeten Land Thüringen. Der größte Teil des heutigen „Südthüringen“, das Henneberger Land, kam jedoch erst 1583 zu Sachsen bzw. zu Hessen (Schmalkalden) und dann ebenfalls 1920 und teilweise erst 1947 erstmals zu Thüringen, war aber von 1500 bis 1806 Teil des Fränkischen Reichskreises. Kleinere Teile gehörten zwischendrin auch mal zu Preußen. Sollen diese nicht mal 100 Jahre bei Thüringen bedeutender und entscheidender sein als unsere mehr als 900 Jahre ältere und bis heute eindeutig fränkische ethnisch-kulturelle Indentität? Letztendlich ist nüchtern betrachtet mit Thüringen, vor 1918 mit Sachsen, für uns nur eine Zeit der Fremdherrschaft durch das Sächsische Herrscherhaus der Wettiner und seit 1920 der Landesregierung in Weimar, heute in Erfurt, gleich zu setzen.
Also wäre diesbezüglich die Ablehnung von Veränderung der einzige Grund, der für einen Verbleib im Freistaat Thüringen spricht.
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Zukünftige Entwicklung

Die langfristige Existenz des recht kleinen Freistaats Thüringen, welcher sich derzeit nur zu zwei Dritteln aus eigenen Steuereinanahmen finanziert, als eigenständiges Bundesland ist eher fraglich. Ein Bundesland namens Mitteldeutschland, Sachsen-Thüringen oder Obersachsen (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) wird bereits seit einiger Zeit diskutiert und wird wohl früher oder später kommen. Wir als Franken zwischen dem Rennsteig und der Landesgrenze zu Bayern gehören hier dann erst recht nicht mehr dazu.
Dennoch gilt es diese Bewegung zu unterstützen, da sie aus volkswirtschaftlicher Sicht mehr als sinnvoll ist. Wir durften bereits beim Volksbegehren Bundesland Mitteldeutschland für die Situation unserer fränkischen, süddeutschen Region Verständnis erfahren und eine entsprechende Berücksichtigung erreichen, so dass unsere Region bereits für das Verfahren entsprechend eingebunden ist: http://www.neugliederung-bundesgebiet.de/volksbegehren-mitteldeutschland/volksbefragung-2016/.
Die Rückkehr zur zweistufigen Verwaltung würde im Freistaat Thüringen wohl einiges an doppelter oder anderweitig unnötiger Verwaltung und damit an Geld einsparen. Die Schaffung von Großlandkreisen bzw. „Monsterlandkreisen“ wird dahingegen wohl kein Geld einsparen und stattdessen für die Gesellschaft mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. 2019 endet der Solidarpakt II und ab 2020 gilt für alle Bundesländer die Neuschuldenbremse. Wir gehen davon aus, dass spätestens dann die Diskussion zur Neugliederung des Bundesgebietes deutlich stärker geführt werden wird.
Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es im Freistaat Bayern eine neue politische Strömung für ein Bundesland Franken bzw. eine Europaregion Franken. Weitere nennenswert große fränkische Gebiete außerhalb des Freistaats Bayern gibt es noch in Baden-Württemberg (Heilbronn-Franken, Hohenlohe-Franken und Tauberfranken) und in Hessen (nördliche Rhön). Bei einer Neugliederung der Bundesländer muss ein Bundesland Franken mit etwa fünf bis sechs Millionen Einwohnern entstehen, zu dem wir natürlich dazu gehören. Daraus wird dann irgendwann die Europaregion Franken entstehen.

Entscheidend für langfristige und nachhaltige Überlegungen sollte also für uns die Frage sein, ob wir in einem Europa der Regionen zu Mitteldeutschland oder wieder zu 100% zu Franken, also zu Süddeutschland, gehören (wollen).
Für uns stellt sich langfristig nicht die Frage, ob weiterhin Erfurt unsere Landeshauptstadt ist oder stattdessen München diese sein wird. Sattdessen stellt sich für unsere Region langfristig die Frage, ob unsere zukünftige Landeshauptstadt Leipzig oder Bamberg sein wird!
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